Norderneyer Schinken

24. Februar 2012

 Nun hat ja so ziemlich jede Region ihre Spezialitäten und für unsere Insel kann sich der Norderneyer Schinken als Aushängeschild verstehen.
Nordseeluftgetrocknet ist er, hauchdünn geschnitten wird er, einfach lecker schmeckt er.
Bestes Schweinefilet wird dafür Stück für Stück per Hand gewürzt und gesalzen. Selbstverständlich finden hier nur ausgewählte Gewürze und Meersalz ihre Verwendung.
Hergestellt wird er in einer der modernsten Produktionsstätten für die Schinkenveredlung in Europa, …und die befindet sich hier auf Norderney!
Regelmäßig werden hier auch Führungen verbunden mit Gratis-Verkostungen durchgeführt.
 Ich bin dann mal weg!
Tschüß B.E.

Zum Abschied noch ein nicht alltägliches Winterbild

 

Tonstudio im Schlafzimmer

23. Februar 2012

 

Nein, das sind keine Antennen von Radio SWS! Hier hat der letzte Sturm die Fahnenmasten verbogen!

Ja, echt wahr, das hat’s gegeben. Norderneys  beliebter Insel-Radio- bzw. Sturmwellen-Sender SWS erreichte seine Hörer aus einem im Schlafzimmer eingerichteten, versteckten kleinen Studio in der Moltkestraße. “Mutige“ junge Männer waren die Moderatoren der ersten Stunde. Das war 1986; ab August für gut acht Monate ging der Sender als Pirat ON AIR, sendete jeweils mittwochs und samstags.
Der 11. April 1987 – ein geradezu historisches Datum für die Macher von Radio SWS – an diesem Tag marschierten Vertreter der Fernmeldeabteilung der Post mit Unterstützung der hiesigen Polizei bei den jungen Leuten ein – man war trotz “Frühwarnsystem“ entdeckt worden. Sechs Betreiber mussten eine Geldstrafe zahlen, das Equipment wurde beschlagnahmt.
In den darauf folgenden Monaten wurden Spendengelder und vor allem auch Unterschriften für das Betreiben eines Senders gesammelt – 5850 Unterschriften für den Sender kamen zusammen, die Liste liegt heute noch vor.
Die erste offizielle Sendung mit Genehmigung der Post und Allem, was so dazu gehört erreichte dann 1994 die Norderneyer Hörer.
Heute ist Radio SWS nicht mehr von der Insel weg zu denken. Überall, wo was los ist, sind die rasenden Reporter des Senders dabei. Ob nun beim Anbaden, Osterfeuer, Marathon und Citylauf, ob Interview mit Prominenten oder gar die Übertragung von Ratssitzungen, Radio SWS geht auf Sendung oder sorgt auch mal einfach nur für Stimmung.
Neun Mitglieder gehören derzeit zum SWS-Team, und sie machen ihre Sache gut!
B.E.

Nordseekrabben

22. Februar 2012

 

Krabbenkutter im Watt vor Norderney

Groß wie schon lange nicht mehr, sind die Nordsee- Krabbenbestände. Wird der Preis dann auch wieder niedrig wie schon lange nicht mehr?! Sollte er nicht, denn die Nordseekrabbe ist für Genießer noch immer was Besonderes und für besondere Dinge langen wir ja gern ein bisschen tiefer in die Tasche. Und auch wenn niedrige Preise unserem Portemonnaie ganz gut tun – die Krabbenfischer müssen schließlich auch leben! Und leicht ist ihr Job allemal nicht.

Laut einem Artikel in unserer Badezeitung war zu lesen: „…in der gesamten Deutschen Bucht seien vor allem in einer Meerestiefe von zehn bis 20 Metern sehr viel größere Bestände angetroffen worden, als in früheren Jahren“ – war da einer unten und hat geguckt? Na Spaß beiseite, zu diesem Ergebnis ist man aufgrund einer Studie über das Verhalten des Granat im Winter gekommen. Jährlich führen Fischereibiologen Langzeitstudien zur winterlichen Verbreitung der Krabben durch.

Nun müssen sich Krabbenliebhaber aber wohl doch noch einen richtig eisigen Winter wünschen? (Petrus arbeitet dran)  Denn, so hat man herausgefunden, ein milder Winter wirkt sich nachteilig auf die Nachwuchsproduktion aus! – Krabbenbrötchen doch in Gefahr?
Also erstmal gaaanz viel Frost!
B.E

Die Kegelrobbe

21. Februar 2012

 

Ihren Namen verdankt sie ihrem kegelförmigen Kopf. Sie kann bis zu 2 Meter lang werden und maximal etwa 300 Kilo auf die Waage bringen.
Der Lebenszyklus der Kegelrobbe unterscheidet sich von dem der Seehunde in der Zeit der Geburten. Während Letztere ihre Jungen im Juni zur Welt bringen, werden die kleinen Kegelrobben im Winter geboren.
Auch ihr Bestand im Wattenmeer nimmt stetig zu. Die Zählungen erfolgen in der Zeit des Fellwechsels, als in den Monaten März / April. Die  nächste Zählung steht also bald wieder an, im letzten Jahr wurden jedenfalls 3.312 Tiere erfasst. Seit 2007 wurde eine Wachstumsrate von über 15 Prozent dokumentiert. Gründe hierfür sind nicht nur höhere Geburtenraten sondern auch die “Einwanderer“, die von den Britischen Inseln herüber kommen.
Durch die Geburt im Winter sind die kleinen Kegelrobben ständig der Gefahr ausgesetzt, durch Winterstürme ins Meer gerissen zu werden. Passiert dies in den ersten Lebenswochen,  kann der Kontakt zum Muttertier gänzlich abreißen.
Keine leichte Kinderstube.
B.E

Norderney Krimis

20. Februar 2012

 Ohne Krimi geht die Mimi…. Ein bisschen (oder auch mehr) Spannung und Gruseln vor dem Einschlafen muss sein, so geht es mir jedenfalls.
Und da ich ja noch immer relativ “Neu“ hier bin, ziehen mich Bücher bzw. Krimis die irgendwas mit Norderney zu tun haben, geradezu magisch an.

Ach, da gibt es ja soo viele! Wie wär’s mit Ein toter Maler ist ein guter Maler von Tatjana Kruse oder Letztes Bad auf Norderney von Antje Friedrichs (hier konnte ich viel Beschriebenes auf der Insel wieder finden).
Auch Sandra Lüpkes, aufgewachsen auf Juist – also ein Inselkind –  lässt in einem ihrer Krimis auf Norderney ermitteln.

Ein echter kleiner Schmunzelkrimi ist aber Bankraub mit Möwenschiss von Regula Venske.
Man muss ja nicht im Bett lesen, die jetzige Jahreszeit bietet auch dafür genug Gelegenheit, wenn es früh dunkel wird und man draußen nichts mehr anfangen kann. Oder träumen wir uns in die Zukunft: Sonne, Strand, Meer, Strandkorb und ein Inselkrimi!
Ach ja, wir erinnern uns: der nächste Krimi von Klaus Peter Wolf wird ja auch auf Norderney spielen.
B.E.

wir erinnern uns: Klaus Peter Wolf bei seiner Autogrammstunde auf Norderney

Mühlensprache

17. Februar 2012

 

"Wintermühle" - umarmt von Väterchen Frost - Archivbild

Ja, diese Sprache  wird auch hier auf Norderney “gesprochen“, schließlich haben wir als einzige der ostfriesischen Inseln auch einen Mühle!
Wie nun kann man diese Sprache, die sich ja über die Mühlenflügel mitteilt, auch lesen?  Man stelle sich ein Uhrenblatt mit Ziffern vor, oben zwölf, unten sechs……
Stehen nun die Flügel gerade auf  sechs, neun, zwölf und drei, dann bedeutet dies: jetzt ist PAUSE

Flügel auf elf, zwei, fünf und acht zeigen die TRAUERschere, weisen dagegen die Flügel auf eins, vier, sieben und zehn so sehen wir hier die FREUDENschere – z.B. bei Geburt oder Hochzeit –

Oben und unten offen, also etwa halb-acht / halb-zwei signalisiert(e) den FEIERABEND oder auch eine (längere) Reparaturpause.
Dies ist auch die Stellung, die „unsere“ Mühlenflügel  überwiegend aufweisen.

Schon wieder was gelernt
B.E.

Seebrücke für Norderney

16. Februar 2012

Bilder aus unten genanntem He! Magazin

 

 

So konnte man im he! Norderney Magazin vom Winter 2005 /06 lesen.
Die alten Magazine sind auch heute noch sehr interessant, besonders wenn man noch relativ neu auf der Insel ist. Sicher, einiges ist längst überholt, veraltet, abgehakt, aber nicht alles.
Also die Seebrücke, dieser Gedanke hat mehr als nur die Faszination des Augenblicks. Für Ingenieure und Architekten stellte das Projekt eine echte Herausforderung dar –  es wurde eigens eine „Planungsgruppe Seebrücke Norderney“ gegründet.
2004 wurde erstmals laut darüber nachgedacht, dann gezeichnet, gerechnet, geplant und 2006 sollte eigentlich  Baubeginn sein; sechs bis zehn Millionen wurden für den ca. 160 Meter langen Steg mit seiner 40 mal 40 Meter großen Plattform veranschlagt.
Gastronomie und vielleicht sogar Hotellerie sollte angesiedelt werden, auf üppig fließende Fördergelder wurde gehofft, ebenso auf die Akzeptanz durch die Norderneyer.
Wie sagte damals der Geschäftsführer und Diplomingenieur eines Emder Unternehmens?!: So etwas baut man nur einmal im Leben!
Oder gar nicht. Heute verschwendet  man keine Gedanken mehr an eine Seebrücke.
Schade?! Oder Recht so?!
B.E.

 Übrigens wurde so um 1896 herum der erste Seesteg auf Norderney gebaut – er war damals eine echte Attraktion

Wer kennt Norderney?

15. Februar 2012

eisige Welten

Alles gewusst?
Hier nun die richtigen Antworten:

1. – das war der Preußenkönig „Friedrich der Große

2. – Norderney heißt soviel wie Neue Norder Insel und kommt aus einer alten friesischen Sprache

3. – unser schönes Norderney ist nur max. ca. 2,5 km breit

4. – dieser kleine Wald hört auf den prosaischen Namen „Argonner Wäldchen

5. – Blogleser haben hier kein Problem: eine Mühle gibt es und die feiert heuer ihren 150sten Geburtstag

6. – das sind die Gezeiten, also der Wechsel zwischen Hoch- und Niedrigwasser

7. – das sind die Priele (Vorsicht, die können auch mal tief sein!)

8 .-  500.000 Liter Wasser, das reich an natürlichen Mineralien und Spurenelementen ist – von Natur aus gesund!!

9. – hier handelt es sich um das Kaiser Wilhelm Denkmal, von Einheimischen auch Klamotten-Denkmal genannt (Klamotte = Steine)

10. – ich hab noch immer nicht nach gezählt, aber es gibt verschiedene Quellen und somit fast zwangsläufig auch verschiedene Angaben. Somit gelten auch mehrere Antworten: 61 – 71 – 75

…und wer das alles noch nicht wusste, hat sein Wissen über Norderney gleich wieder erweitern können.
B.E.

Wer kennt Norderney?

14. Februar 2012

ganz Norderney ist eine weiße Düne - Foto vom 5.Februar

 

Da ist mir doch vor ein paar Tagen auf einer Seite über Norderney ein kleiner Fragebogen rund um die Insel ins Auge gefallen
Hier mal ein Querschnitt der Fragen:

  1. welcher preußische König erklärte Norderney zum Seebad?
  2. welche Bedeutung hat der Name “Norderney“ und woher kommt er?
  3. wie breit ist die Insel?
  4. wie heißt der Wald, in dem das Fishermuseum liegt
  5. wie viele Windmühlen gibt es auf der Insel?
  6. was versteht man unter Tide?
  7. wie nennt man die Wasserläufe im Watt?
  8. wie viele Liter Wasser befinden sich im Wasserturm?
  9. in der Friedrichstraße steht ein Denkmal. Wie heißt es?
  10. und vie viele Städte haben hier einen Stein gespendet?

 Na, wer kann alle Fragen richtig beantworten? Morgen kommt die Auflösung.
B.E.

Kalte Füße…

13. Februar 2012

 

auch Schwäne haben ein dichteres Federkleid

…im Winter, kennen wir alle, bekämpfen wir alle; mit dicken Socken, noch dickeren Stiefeln und wenn das nicht mehr hilft, dann gibt’s ein heißes Fußbad.
Wären wir zum Beispiel ’ne Ente, dann wären besagte kalte Füße das Normalste und auch Überlebenswichtigste der Welt! Denn bei den Wasservögeln senkt sich die Temperatur in Füßchen und Beinen auf null Grad ab. Da hat Mutter Natur mal wieder sehr umsichtig gehandelt, bestünde doch sonst die Gefahr, dass sie mehr Wärme abgeben als sie wieder ersetzten könnten. Ein weiterer Vorteil: kalte Füße sorgen dafür, dass das Eis nicht antaut, sonst könnten sie anschließend daran festfrieren!
Während sich viele Säugetiere mit einem dichteren, dem so genannten Winterfell ausstatten, bekommen die Vögel entsprechend dichtere Daunen. Zusätzlich plustern sie sich kräftig auf, da sieht die Amsel dann schon mal fast wie ’ne Taube aus (größenmäßig). Nach diesem Prinzip tragen wir unsere be- / geliebten Daunenjacken, die halten warm, aber wir sehen  wie ein Preisboxer aus!
Im nächsten Leben bin ich eine Eiderente.
B.E.


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